Freizeit Tipps fürs Ruhrgebiet: Ausstellungen, Kunst 2008:

 
Ausstellung: Das Auge des Himmels im Oberhausener Gasometer vom 29.03.2007 verlängert bis 02.11.2008 !
Vom 29. März 2007 bis zum 2. November 2008 präsentieren die Gasometer Oberhausen GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Ausstellung "Das Auge des Himmels". 58 großformatige Satellitenbilder der Erde und weitere Exponate aus der Erdfernerkundung sind im Gasometer, der höchsten Ausstellungshalle Europas, zu sehen. Alle Bilder der Ausstellung sind Unikate, die vom DLR und seinen Partnern zur Verfügung gestellt wurden. Die Zusammenstellung der Bilder ist in dieser Form erstmalig zu sehen. Die Licht-Klang-Installation "Licht Himmel" der Berliner Künstlerin Christina Kubisch im gigantischen Luftraum des Gasometers korrespondiert auf wunderbare Weise mit den Satellitenbildern der Erde und wird zum "kosmischen Pantheon." Eigens für "Licht Himmel" komponierte Musikstücke aus Natur- und Instrumentalklängen verwandeln den Gasometer zum vielfältigen Klangraum. Licht und Klang ergänzen sich zu einer intensiven Reise durch das riesige Gebäude aus Stahl. Infos
Ausstellung: Amerikanische Malerei 1950 bis 1970 im Josef Albers Museum Quadrat vom 10.2007 - 10.2009
Das Josef Albers Museum in Bottrop zeigt Hauptwerke der amerikanischen Kunst aus der Sammlung des Museum Folkwang.
Insgesamt 14 Gemälde und Skulpturen sind es, die bis Oktober 2009 in Bottrop zu sehen sind. Sie sind so arrangiert, dass sie in direkten Dialog mit den Werken von Josef Albers treten. Albers, der in Bottrop geboren wurde, unterrichtete am Bauhaus und übte seit 1933 als Künstler und Lehrer in den USA prägenden Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Nachkriegskunst vom Abstrakten Expressionismus bis zur Minimal Art aus. 
Das Museum Folkwang Essen besitzt eine der besten Sammlungen amerikanischer Kunst der Zeit zwischen 1950 und 1970 in Deutschland. Diese Werkgruppe, die unter Paul Vogt erworben wurde, umfasst bedeutende Gemälde und Skulpturen des Abstrakten Expressionismus und der Minimal Art von Mark Rothko, Barnett Newman, Franz Kline, Jackson Pollock, Morris Louis, Ad Reinhardt, Sam Francis, Kenneth Noland, Donald Judd, Dan Flavin und Frank Stella. Sie markiert in der Essener Sammlung diese entscheidende Zäsur in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Das Museum Fokwang erhält bis 2010 nach Plänen von David Chipperfield Architects einen Neubau, den die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als alleinige Förderin finanziert. Während der Bauzeit zeigt das Museum Folkwang in den Räumen des Altbaus nicht die eigene Sammlung sondern ein dichtes Programm von Wechselausstellungen (ab Januar 2008).
So ergibt sich die einzigartige Gelegenheit, 14 Hauptwerke der amerikanischen Kunst aus Essen für etwa zwei Jahre im Josef Albers Museum zu zeigen. Sie sind hier gemeinsam mit Gemälden von Josef Albers zu sehen, dessen künstlerische Entwicklung im Bottroper Museum von seinen Anfängen am Bauhaus bis zu den "Homages to the Square" vorgestellt wird. Die direkte Konfrontation von Albers mit seinen amerikanischen Zeitgenossen in dieser Ausstellung ist für beide Seiten erhellend.
Albers, der Deutschland 1933 verließ, unterrichtete in den USA am Black Mountain College und an der Yale University und wurde zu einem Lehrer von eminenter Wirkung. In den vierziger Jahren entwickelte er zunehmend auch eine eigenständige künstlerische Position, die sich in wichtigen Aspekten mit den Interessen der Maler des Abstrakten Expressionismus berührt. Dazu zählt insbesondere die Betonung der Farbe in ihrer Eigensprachlichkeit: Das Agieren der Farbe tritt an die Stelle eines traditionellen Kompositionsverständnisses, das geometrische Elemente in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zueinander setzt. Nun kommt die Bildfläche als Totalität in den Blick, strukturiert durch wenige überschaubare Elemente. Infos

Raumansicht Josef Albers Museum, Bottrop, © Josef Albers Museum, Bottrop
Ausstellung: Kiki Smith - Her Home vom im Krefelder Museum Haus Esters 15.03. - 24.08.2008
Kiki Smith, die 1954 in Nürnberg als Tochter des Architekten und Bildhauers Tony Smith geboren wurde, aber in den Vereinigten Staaten aufwuchs, beschäftigt sich von Beginn an mit dem menschlichen Körper und im weiteren Sinne mit der Conditio humana. Im Unterschied zur klassischen figurativen Skulptur, die das Innere des Körpers verbirgt, vergegenwärtigt Smith auch dessen Organe (Leber, Magen, Herz) und Körperflüssigkeiten (Tränen, Urin, Menstruationsblut). Dabei deutet sie immer wieder auf die Fragilität und Vergänglichkeit des Körpers und stellt Verbindungen zwischen Mensch und Tier her, die mythischen Ursprungs sind, aber auf die Gegenwart anspielen. Ihre Auffassung vom Körper wurde zeitweilig als feministische Ästhetik rezipiert, und nicht von ungefähr werden ihre Arbeiten oft mit denen von Marlene Dumas, Nancy Spero und Jana Sterbak verglichen. Ihre Bezüge zur Kunstgeschichte reichen von Pompeijanischen Figuren bis zu Eadweard Muybridge. Infos

Annunciation, 2008 (Courtesy Kiki Smith, Pace Wildenstein, New York)
Ausstellung: Zerbrechliche Schönheit - Glas im Blick der Kunst im Düsseldorfer Museum Kunstpalast vom 19.04. - 31.08.2008
Die Ausstellung wird Schlüsselwerke aus großen, internationalen Museen und Privatsammlungen zeigen, die durch Werke aus der eigenen Sammlung ergänzt werden, so dass etwa 150 Meisterwerke der Malerei und Grafik von der Renaissance bis heute, aber auch Objektkunst, Installationen und Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert werden. Unter anderem werden
Tafelbilder aus der frühen Neuzeit sowie Werke der Stillleben- und Genremalerei des 17. bis 19. Jahrhunderts (u. a. von Pieter Claesz., Willem Kalf) bis zu der subtilen Peinture von Claude Monet zu sehen sein. Arbeiten von August Macke oder Amédée Ozenfant, die sich mit der Auflösung der Form und der Materialität des Glases beschäftigen, stehen Werken von László Moholy-Nagy, El Lissitzky und Marcel Duchamp gegenüber. Ein gesonderter Bereich der Ausstellung ist dem Einsatz von Glas in der Architektur gewidmet. Die Ausstellung schließt mit Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts, die u. a. von der Hans Haacke, Mario Merz, Louise Bourgeois, Tony Cragg sowie von Künstlern der jüngeren Generation, z.B. Pipilotti Rist, Kris Vleeshouwer oder Ulrike Möschel vertreten werden. Infos

Melli Ink, Apokalyptischer Reiter (Hunger) 2007
Glas, Metall, 220 x 100 x 100 cm
Grieder Contemporary, Zürich
Ausstellung: Tradition und Moderne im Dialog Sammlung Viktor und Marianne Langen vom 18.05. - 12.10.2008 in der Langen Foundation, Neuss
Im Mittelpunkt der Ausstellung Tradition und Moderne im Dialog. Sammlung Viktor und Marianne Langen steht die Sammelleidenschaft des Ehepaares Langen. Die Ausstellung gibt einen intimen Einblick in den Umfang und die Qualität der Sammlung Langen. Seit der Eröffnung des Kunst- und Ausstellungshaus im Jahr 2004 ist die Ausstellung Tradition und Moderne im Dialog. Sammlung Viktor und Marianne Langen die dritte Präsentation herausragender Werke der Klassischen Moderne und verknüpft diese mit Werken der traditionellen japanischen Kunst. Infos

Pablo Picasso, Portrait de femme, 1942
© Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Ausstellung: Digitale Raumkunst anlässlich der 31. DUISBURGER AKZENTE im Duisburger Lehmbruck Museum vom 27.05. - 14.09.2008
Digitale Technik bezeichnet die Umwandlung von elektrischen Signalen in Zeichen, die es nur in zwei Zuständen gibt: Signal vorhanden oder kein Signal vorhanden. In diesem mathematisch genauen Binärsystem lassen sich alle Signale zeichenhaft strukturieren und zu einem dreidimensionalen Abbild der Realität speichern. Die Entwicklung des digitalen Systems, das neben den Informatikern und Architekten zunehmend auch von bildenden Künstlern entdeckt wurde, verläuft parallel zur Perfektionierung der Computertechnologie. Selbst traditionell bzw. analog arbeitende Künstler arbeiten heute zunehmend mit digitalen Medien und nutzen die von der Industrie und den Kommunikationsmedien projektierten Techniken (Computeranimation, Digital Music, Interaktive Kunst, Net Vision u.a.). Heute dominiert die digitale Raumkunst mit dem PC als entscheidendem Arbeitsgerät gerade in den klassischen Medien von Film, Fotografie und Videokunst und hat in einer komplexen Erweiterung des Rezeptionsraumes eine eigene mediale Sprache gefunden. Infos

Jaume Plensa, Jerusalem, 2007, Glas, rostfreier Stahl und Licht, Manuel Blanco Privatsammlung, (c) VEGAP Madrid
Ausstellung: Villa Hügel zeigt Folkwang vom 12.06. - 31.08.2008 in Essen
Die Villa Hügel, bekannt für ihre großen kultur- und kunsthistorischen Ausstellungen, zeigt erstmals seit fast drei Jahrzehnten, Meisterwerke der Moderne. Mehr als 15 Monate lang sind die Glanzstücke des Museum Folkwang im ehemaligen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp zu sehen.
Zu den rund 80 Exponaten der Ausstellung gehören so berühmte Werke wie Claude Monets „Kathedrale von Rouen" und Pierre Auguste Renoirs „Lise", Vincent van Goghs „Irrenhausgarten" oder Robert Delaunays „Eiffelturm". Die Kuratoren schlagen den Bogen vom französischen Realisten Gustave Courbet bis zum deutschen Mythenerzähler Max Beckmann.
Die einmalige Gelegenheit wegweisende Werke des 19. und 20. Jahrhunderts in der Villa Hügel zu zeigen, ergab sich durch den Neubau des Museums Folkwang. Als alleinige Förderin ermöglicht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung den Bau des von David Chipperfield Architects, London/Berlin, entworfenen Gebäudes. Da die Sammlung des Museums somit bis zur Eröffnung im Januar 2010 nicht zu sehen gewesen wäre, lud Prof. Berthold Beitz Museumsdirektor Dr. Hartwig Fischer ein, die bedeutendsten Werke „auf dem Hügel", am Sitz der Stiftung zu zeigen. Der Kuratoriumsvorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und Gründer der Kulturstiftung Ruhr öffnet damit die Villa Hügel zum ersten Mal seit den Anfängen der dortigen Ausstellungstätigkeit für die Kunst der Moderne. Infos
Ausstellung: Metamorphosen - Europäische Landschaften zwischen Industrie und Natur, Fotografien von Thomas Wolf in der Oberhausener Galerie Ludwig vom 14.06. - 14.09.2008
In ihrer Ausstellungsreihe zum Wandel von Industriekultur präsentiert die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen im Kleinen Schloss die Ausstellung – Europäische Landschaften zwischen Industrie und Natur – Fotografien von Thomas Wolf. Die Ausstellung zeigt den Strukturwandel von Industriemetropolen wie Amsterdam, Barcelona, Manchester, Leipzig und dem Ruhrgebiet.  Infos

Brückenlandschaft Nordsternpark, Gelsenkirchen, 1997, © Thomas Wolf
Ausstellung: Thomas Hoepker –Photographien 1955 - 2008 in der Oberhausener Galerie Ludwig 14. 06. - 14.09.2008
Die Ausstellung gibt mit über 200 Aufnahmen zu den Themen: USA 1963 – 2003, Ost-Deutschland 1959 – 1990, Fotoreportagen und Reisen nach Süd-Amerika, Asien und Afrika, Künstlerportraits aus den USA und Deutschland sowie internationale Landschaftsfotografien Einblick in das Lebenswerk des Fotografen, der den deutschen Bildjournalismus der 60er bis 90er Jahre geprägt hat. Hoepker, geb. 1936, war für den “Stern” und ab Ende der 70er Jahre auch für “Geo” in der ganzen Welt unterwegs. Seine eindringlichen Reportagefotografien stehen im Zeichen der “Human Interest-Photographie”. Seine überwältigenden Landschaftsfotografien sind ein Hohelied auf die Schönheit der Erde. Die Oberhausener Ausstellung hat Thomas Hoepker um aktuelle Fotografien aus Kuba, aus dem Jahr 2008 ergänzt. Infos

Blick von Williamsburg, Brooklyn, auf Manhattan, 11. September 2001
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Ausstellung: Hans von Marées im Wuppertaler Von der Heydt-Museum vom 18.06. - 14.09.2008
Zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren zeigt das Von der Heydt-Museum 2008 eine Gesamtschau des Werkes von Hans von Marées (1837-1887). Marées, geboren 1837 als Sohn des königlich-preußischen Kammerpräsidenten Adolf von Marées aus Dessau und seiner Frau Friederike in Wuppertal-Elberfeld, ist der bedeutendste Künstler dieser Stadt.

Unter seinen Freunden Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Adolf von Hildebrand und Konrad Fiedler ragt er als der Intellektuelle und große Sensible weit heraus. Er prägte nicht nur die Kunst seiner Zeit, den "Neo-Klassizismus", maßgeblich, er ist selbst für die Künstler unserer Tage noch ein großes Vorbild. Marées und seine Familie hatten stets eine enge Beziehung zu ihrer Heimatstadt und schenkten dem städtischen Museum zahlreiche wichtige Gemälde, darunter das erste Selbstporträt des Malers, zwei Landschaften im Stil der Barbizon-Künstler, die Soldatenbilder und die späte Studie des Knaben auf dem Kahn. Die Mehrzahl dieser Bilder stammt aus dem Besitz von Marées’ Bruder Georg. Bis zu seinem Tod verband die beiden Brüder eine enge Beziehung. Die beiden Hauptwerke des Wuppertaler Marées-Bestandes, Die Ausfahrt der Fischer und das Selbstporträt mit Hildebrand und Grant fanden 1905 als Geschenk von August von der Heydt, dem wichtigsten Mäzen des Museums, Eingang in die Sammlung. Infos

Hans von Marées
Doppelbildnis Marées und Lenbach, 1863
München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek
Ausstellung: Norbert Tadeusz - im Pumpwerk Evinger Bach, Dortmund vom 20.06. - 21.12.2008
Norbert Tadeusz, einer der wenigen Monumentalmaler Deutschlands, ist ein Künstler, der sich mit großer Konsequenz der sogenannten gegenständlichen Malerei verschrieben hat und dieser auch in den Zeiten der großen Abstraktionsbewegungen treu blieb. Mit seinen komplex gebauten Perspektiven agiert der 1940 in Dortmund geborene Beuys-Schüler wie das "Auge Gottes", schrieb Jean-Christophe Ammann, langjähriger Direktor des Frankfurter Museums für Moderne Kunst. Infos

Norbert Tadeusz - Ausstellung im Pumpwerk Evinger Bach | Roter Fries | (c) 1997
Ausstellung: Kazuo Katase: Am Tor (Bilderbuch ohne Bilder) im Zentrum für internationale Lichtkunst, Unna vom 21.06. - 30.10.2008
Der japanische Künstler Kazuo Katase ist vom 21. Juni bis 30. Oktober 2008 mit seiner Rauminstallation "Am Tor (Bilderbuch ohne Bilder)" im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu sehen. Seine Arbeit kreierte er eigens für die Ausstellungsräume des Museums.

Mit seiner Rauminstallation "Am Tor (Bilderbuch ohne Bilder)" greift Kazuo Katase die großen philosophischen Fragen nach Sein und Zeit auf. Hans Christian Andersens Text „Bilderbuch ohne Bilder“ (1839-40) lieferte die Inspiration für seine raumbezogene Arbeit. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst präsentiert damit ein weiteres Highlight der Gegenwartskunst.

Durch den Torbogen blickend erkennt der Betrachter am Ende des schmalen Bühnenstegs ein weißes Lichtknäuel, den Mond. Bewusst kommt als Leuchtmittel der Lichtschlauch zum Einsatz. „Der lineare, billige Lichtschlauch schlängelt sich überall durch die Nacht um immer weiter zu verführen. Jahr um Jahr vermehren sich die Schlangen auf der Erdkugel. Ein Lichtknäuel der Medusa., erläutert der Künstler die Versinnbildlichung.
Kazuo Katases Installation setzt ein Statement gegen die zunehmende künstliche Illuminierung unserer Umwelt und erinnert zugleich an das kurze Gastspiel der menschlichen Existenz auf der Erde: Der Mond steht als Metapher für das Urzeitliche, als leuchtender Urbegleiter der Erde und transportiert die Idee von der Auflösung zeitlicher und räumlicher Grenzen. Bei Andersen werden der Künstler und der Mond zu einer Person, die aus der räumlichen Distanz – Ferne – heraus die Welt bereist und von ihr erzählt. Infos
Ausstellung: Kuno Gonschior - Nur für Dich und mich im Duisburger Museum Küppersmühle vom 24.06. 07.09.2008
Kuno Gonschior (*1935) ist einer der wichtigsten deutschen Farbmaler der Moderne. Der in Bochum und Berlin lebende Künstler, ehemals Schüler von K.O. Götz, war von 1982 bis 2000 Professor für freie Malerei an der UdK Berlin und u.a. Teilnehmer der documenta 6 in Kassel.

 

Mit seinen abstrakten Gemälden aus Farbpunkten, -flecken und -tupfen untersucht er seit 1959 akribisch das Wesen, die Qualitäten und die Substanz von Farbe - physikalisch, optisch, konzeptuell, aber auch emotional. Insbesondere die Werke der letzten 15 Jahre erregen nicht nur das Auge, sondern berühren die Seele des Betrachters. Infos


Kuno Gonschior, Gelb, 1999, Foto: Olaf Bergmann, Witten
Ausstellung: Tobias Rehberger – Die „Das-kein-Henne-Ei-Problem“-Wandmalerei im Kölner Museum Ludwig vom 28.06. - 21.09.2008
Einem Defilee ähnlich präsentiert Tobias Rehberger rund 40 Werke in einer 70m langen Installation. Ungeachtet der Chronologie, stellt er Arbeiten aus 15 Jahren künstlerischen Schaffens nebeneinander: Stühle, die an Designklassiker erinnern, Blumenvasenportraits und Prothesen auf Sockeln, japanisch anmutende Blumen aus Papier, Lampen aus Klettband, Objekte aus Plexiglas, Videoregale. Von Spots beleuchtet, werfen all diese Werke Schattenbilder auf die gegenüber liegende weiße Wand. Das alte Werk strahlt im neuen Licht, während ein neues Werk zugleich entsteht: eine Wandmalerei aus Licht, Schatten und Farbe. Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? Tobias Rehbergers Wandmalerei ist ohne seine Skulpturen nicht denkbar, sowie das Ei ohne Henne unmöglich ist. Aber: Ist das Dreidimensionale ohne die zweidimensionale Skizze denkbar? Ist die Henne ohne Ei möglich? Was war zuerst da? Wie Henne und Ei stehen sich Rehbergers skulpturales Werk und sein Schattenbild gegenüber. Infos

Tobias Rehberger, the chicken-and-egg-no-problem wall painting, 2008, Installationsansicht / Installation view, Stedelijk Museum CS Amsterdam, Foto: Gert Jan van Rooij, Amsterdam, copyright: Tobias Rehberger 2008
Ausstellung: Farbe, Material, Raum. Donald Judd und Josef Albers im Bottroper Quadrat vom 29.06. - 28.09.2008
Donald Judd (1928-1994) entwickelte einen Begriff des künstlerischen Werks, mit dem er über die traditionellen Vorstellungen von Malerei und Skulptur hinausging. Seine Arbeit basierte auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kunst, die bis zum Abstrakten Expressionismus reichte. Einer der wenigen Künstler der ihm unmittelbar vorangehenden Generation, die er schätzte und die seiner eigenen Arbeit auch eine Orientierung gaben, war Josef Albers.
Judd besprach schon in den späten fünfziger Jahren New Yorker Ausstellungen des Deutschen, der 1933 in die USA gekommen war, und er rezensierte 1963 dessen theoretisches Werk 'Interaction of Color'. 1977 widmete Judd Albers, der im Jahr zuvor verstorben war, eine erste Ausstellung seiner eigenen Arbeiten in Bottrop, die Zeichnungen und Objekte umfasste. 1991 schließlich veranstaltete er in Marfa eine Ausstellung von Albers und verfasste zu diesem Anlass einen Essay über 
dessen Malerei, dessen visuelle und intellektuelle Analysen bis heute Maßstäbe setzen. Infos
Ausstellung: Rembrandt, ein Jugendtraum - Die Sammlung Kremer im Kölner Wallraf-Richartz-Museum vom 11.07. - 05.10.2008
Einen echten Rembrandt sein eigen nennen zu können, davon träumen viele, denn der holländische Maler ist ein weltweit bekanntes Genie. Sein Landsmann George Kremer ist einer der wenigen, der sich diesen Traum, seinen „Jugendtraum“, erfüllen konnte: Der „Alter Mann mit Turban“ gehört zu den Highlights der hochkarätigen Sammlung Kremer, die aus rund fünfzig Bildern aus dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande besteht. Sie vereint Meister wie Gerrit Dou, Frans Hals, Pieter de Hooch, Isaak van Ostade oder Michiel Sweerts. Das Wallraf ist das erste Museum, das alle Werke der Sammlung Kremer in einer Sonderausstellung zeigt. Dazu wählen die Ausstellungsmacher keine gewöhnliche museale Hängung nach Gattung oder Schule, sondern überrascht mit einem Brückenschlag über die Jahrhunderte. Das Wallraf wird seinen Besuchern demonstrieren, dass Bilder des 17. Jahrhunderts sehr gut in ein modernes Interieur des 21. Jahrhunderts passen. Dafür entwirft das renommierte niederländische Designbüro Concrete, das neben dem legendären Amsterdamer Supper Club auch die Lounge im neuen Mercedes-Benz-Museum gestaltet hat, ein topmodernes Wohnensemble. Darin werden die Gemälde der Sammlung Kremer hängen. Die Kombination aus alten und jungen Klassikern versteht sich als ein Experiment, das die Besucher in seinen Bann schlagen soll. Infos

Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln. Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn
Ausstellung: Frankierte Fantastereien - Das Spielerische der Fotografie im Medium der Postkarte im Essener Folkwang Museum vom 19.07. - 21.09.2008
Die Fotografische Sammlung im Museum Folkwang, Essen zeigt vom 19. Juli bis 21. September 2008 unter dem Titel "Frankierte Fantastereien. Das Spielerische der Fotografie im Medium der Postkarte“ über 500 Fotopostkarten aus den Sammlungen von Gérard Lévy und Peter Weiss sowie ausgewählte Werke von u.a. Jean Arp, Herbert Bayer, Salvador Dalí, Max Ernst, André Kertész, El Lissitzky, René Magritte, Joan Miró, Pablo Picasso und Man Ray. Die Ausstellung befasst sich mit der Fotopostkarte, die noch vor der illustrierten Presse oder dem bebilderten Buch der erste Träger für die massenhafte Verbreitung der Fotografie war. Mehrere Publikationen und Ausstellungen zum Thema der medialen Popularisierung von Fotografie stießen in den letzten Jahren auf großes Publikumsinteresse und führten die Geschichte und das Verständnis der frühen Fotografie weiter.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur und dem Jeu de Paume/ Hôtel Sully, Paris. Das Museum Folkwang ist die einzige Ausstellungsstation in Deutschland. Infos


Neue Photographische Gesellschaft, Deutschland, ca. 1906m Kolorierter Bromsilberdruck, 14 x 9 cm, © Sammlung Peter Weiss
Ausstellung: Julius Bissier - Der metaphysische Maler im Bochumer Kunstmuseum vom 26.07. - 05.10.2008
Das künstlerische Oeuvre von Julius Bissier (1893 - 1965) durchläuft während seines über 50jährigen Schaffens formal sehr unterschiedliche Phasen; ihnen liegt ein konsequentes Konzept, eine sich kontinuierlich entwickelnde Geistigkeit zugrunde, die erstmals in diesem Ausstellungsprojekt thematisiert wird. Seine Kunst verweist, vom hintergründigen Abbild gelangt er zu einem auf das Wesentliche reduzierte Sinnbild. Der Maler Bissier schafft eine philosophische Kunst, seine Beschäftigung mit deutscher Mystik, neuplantonischen Ideen und asiatischen Weltbildern kann als existenzielle Sinnsuche gedeutet werden. Infos

1927 Zürcher Bootslände, 1927, Öl auf Leinwand auf Eichenplatte aufgezogen
Ausstellung: Das Verborgene - Katharina Gun Oehlert im Hattinger Stadt Museum vom 09.08. - 07.09.2008
Katharina Gun Oehlert ist Konzeptkünstlerin und Malerin: Die Künstlerin reagiert in ihren Arbeiten in vielfältiger Weise auf das Erleben der Welt und das Selbstverständnis des Weiblichen. Der Mensch und seine Befindlichkeit, seine Ängste und Träume stehen im Vordergrund ihres Interesses, Aspekte, aus denen die Künstlerin die Ideen für ihr künstlerisches Schaffen zieht. Katharina Gun Oehlert hat in ihrer Kunst einen poetisch-lyrischen und spirituellen Ansatz entwickelt und erschließt in ihren Arbeiten die rituelle Dimension von Kunst für die Gegenwart. In Installationen, die mit Erfahrungen des Theaters spielen, arbeitet sie mit textilem Material, wie in der Malerei mit schattierten Umrissen als abstrahierten, sehr reduzierten Umschreibungen von Körpern und Figuren. Infos

Katharina Gun Oehlert, "Fermate"
Ausstellung: Jürgen Partenheimer - Discontinuity, Paradox & Precision Kevin Volans – The Partneheimer Project im Bonner Kunstmuseum vom 21.08. - 09.11.2008
Jürgen Partenheimer (geb. 1947) ist ein Künstler, der in den letzten Jahren ausgehend von der Zeichnung ein vielschichtiges, auch in Malerei und Skulptur hineinreichendes Werk entwickelt hat und u.a. im Stedelijk Museum Amsterdam (1997), der Nationalgalerie in Peking (2000) und der Pinacoteca do Estado Sao Paulo (2007) ausgestellt wurde. Die poetische Qualität und der Assoziationsreichtum seiner Arbeiten sprengen die engen Grenzen der Gattungen und Medien, und daher überrascht es wenig, dass gerade Komponisten und Musiker auf seine Werke reagieren. So hat der südafrikanisch-irische Komponist Kevin Volans (geb. 1949) ein mehrteiliges Musikstück erarbeitet, das sich auf Partenheimers Kunst bezieht. Das für die Ikon Gallery in Birmingham und das Kunstmuseum Bonn entwickelte Projekt wird Musik und Bildende Kunst in neuer Weise zusammenführen, den alten Traum des Gesamtkunstwerks in zeitgemäßer Form erfahrbar machen. Infos

Metaphysischer Realismus, 2004, Öl auf Leinwand
Private Sammlung
© VG Bild-Kunst Bonn, 2008
Ausstellung: "staub zwei" von Herbert Hofer in den Herner Flottmann Hallen vom 23.08. - 28.09.2008
Herbert Hofer konzentriert sich in seiner medienübergreifenden Arbeit auf Dinge, deren Vorhandensein wir als selbstverständlich erachten: Räume die dauerhaft und stabil sind, ausreichend eigene Standfestigkeit, genügend Luft zum Atmen, genügend Platz zum Bewegen, Information die eindeutig und widerspruchsfrei ist.

Hofer führt uns in oft großformatigen Skulpturen, Installationen und Video-Arbeiten vor, wie trügerisch diese Selbstverständlichkeit ist und wie anfällig und veränderlich grundlegende Bedingungen sein können.

Er tut dies auf sehr vielfältige Weise und in einem oft abrupten Wechsel zwischen sehr subtilen und abstrakten Arbeiten mit solchen, deren existentielle Direktheit fast bedrückend wirkt.

Großformatige, frei im Raum stehende, wie Papier geknitterte Aluminiumbögen sind eine ganz allgemeine und sehr poetische Metapher von Veränderlichkeit. Das Video atmen ist da schon direkter: hier sieht man den Künstler nach offenbar längerer Atempause hektisch nach Luft schnappen. Im Zusammenspiel damit wirkt die Zelle, die zu eng ist, als dass man darin aufrecht stehen könnte, erst recht beklemmend. Info

Textnetz
Ausstellung: Nedko Solakov - Emotions im Bonner Kunstmuseum vom 20.09. - 16.11.2008
Nedko Solakovs weit gespanntes, ausuferndes und formal kaum zu bändigendes Werk ist inhaltlich ein einziger großer Angriff auf das Verlangen nach Perfektion, Endgültigkeit und Eindeutigkeit. Ausgehend von einem Studium der Wandmalerei an der Kunstakademie in Sofia hat der 1957 geborene Bulgare in den letzten 25 Jahren ein ebenso humorvolles, wie verspieltes, ebenso bissiges wie melancholisches Oeuvre entwickelt, das die Gültigkeit jedweden Repräsentationssystems grundsätzlich in Frage stellt. Seit seinen Ausstellungen im Ujazdowski Castle in Warschau (2000), im New Yorker PS1 (2001), im Rooseum, Malmö und der Reina Sofia, Madrid (2003) und spätestens seit seinen Beteiligungen an der Biennale Venedig (2007) und der Documenta 12 (2007) gehört Solakov zu den zentralen Positionen innerhalb der aktuellen europäischen Kunst. Das Kunstmuseum Bonn widmet diesem wichtigen Werk nun die erste große, institutionelle Überblicksausstellung in Deutschland, die künstlerische Beispiele seit Ende der 80er Jahre bis 2007 umfasst und mit neu für die Schau entstandenen Stücken kombiniert. Infos

Nedko Solakov, The Yellow Blob Story, 1997
Yellow paint, handwritten text on wall, from "The Absent-Minded Man" project, 1997; dimensions variable
Photo: Angel Tzvetanov
Courtesy the artist
Ausstellung: Orte der Sehnsucht - Mit Künstlern auf Reisen im Münsteraner Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte vom 28.09.2008 - 11.01.2009
Ob es sich um Albrecht Dürer in Venedig, um Peter Paul Rubens in Rom, um August Macke und Paul Klee in Tunesien, um Paul Gauguin auf Tahiti oder um Vincent van Gogh in Paris handelt: Reiseerlebnisse werden immer wieder als Auslöser für Wendepunkte in den Werken einzelner Künstler angesehen und gelten als wesentliche künstlerische Erfahrung. „Orte der Sehnsucht“ untersucht dieses Phänomen und präsentiert Ihnen faszinierende Reisen großer Künstler quer durch die Epochen vom ausgehenden Mittelalter bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung folgt den Spuren der Künstler von Italien und Griechenland über den Orient, Süd- und Nordamerika, Paris, Skandinavien, die Alpen bis nach Asien und in die Südsee. Infos

Maerten van Heemskerck, Selbstporträt mit dem Colosseum, Rom 1553, Fitzwilliam Museum Cambridge
Ausstellung: Daniel Roth im Bonner Kunstmuseum vom 27.11.2008 - 01.03.2009
Der 1969 in Schramberg (Schwarzwald) geborene Daniel Roth zählt zweifellos zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart und wird nun einer breiteren Öffentlichkeit mit seiner ersten größeren Museumsausstellung vorgestellt.
Der Ansatz von Daniel Roth, der seit 2007 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe lehrt und in Basel lebt, entzieht sich den gängigen Einteilungen in klar definierte Gattungen. Immer handelt es sich bei seinen vielteiligen Arbeiten um erzählerische Komplexe, in denen sich „Realität“ und „Fiktion“ überschneiden und dabei grundlegend die Imagination des Betrachters einbeziehen. In seinen ortsspezifischen Arbeiten verflechten sich Zeichnungen, Objekte, Fotografien, Texte, Dokumentarisches und Erfundenes. Im scheinbaren Widerspruch von formaler Klarheit und inhaltlicher Offenheit bewirkt Daniel Roth Verwandlungen des konkreten Raumes und ermöglicht auf einzigartige Weise neue narrative Potentiale der Gegenwartskunst.  Infos

Turm, 2003 Architekturmodell, versch. Materialien, 40 x 15 x 15 cm
Ausstellung: Inside // Outside - Innenraum und Ausblick in der zeitgenössischen deutschen Fotografie im Duisburger Museum Küppersmühle vom 31.10.2008 - 18.01.2009
Die Ausstellung INSIDE / / OUTSIDE präsentiert Werkgruppen und mehrteilige Werke von 15 zeitgenössischen Künstlern und Fotografen aus dem deutschsprachigen Raum, die sich seit den 1990er Jahren mit dem Thema fotografisch auseinandersetzen: Laurenz Berges, Thomas Demand, Hans-Peter Feldmann, Thomas Florschuetz, Günther Förg, Andreas Gursky, Candida Höfer, Sabine Hornig, Edgar Lissel, Wiebke Loeper, Beatrice Minda, Ricarda Roggan, Hans-Christian Schink, Florian Slotawa und Heidi Specker. Ihre Arbeiten umreißen in unterschiedlichsten Ausprägungen das Spannungsfeld zwischen Ort und Raum, zwischen Dokumentation, konzeptionellem Ansatz, Manipulation und Inszenierung. Die Ausstellung zeigt Werke aus den 1990er Jahren bis in die jüngste Gegenwart. Infos

Günther Förg, Villa Malaparte, 1990
Ausstellung: Erhardt Klein - Ganz konzentriert im Bonner Kunstmuseum vom 01.12.2008 - 11.01.2009
Zum 70. Geburtstag von Erhard Klein richtet das Kunstmuseum Bonn eine kleine Hommage aus, die wichtige Ankäufe des Kunstmuseums von dem Galeristen in der Bonner Südstadt (ab 1970) und in Bad Münstereifel-Mutscheid (bis 2006) zusammenführt. Es werden Kunstwerke von Beuys, Polke, Knoebel, Palermo, Droese und anderen international bekannten Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. Martin Noël wird aus diesem Anlass eine neue Arbeit schaffen, die in die Präsentation integriert wird. Und der Fotograf Franz Fischer, der bei vielen Eröffnungen und Events der Galerie Klein dabei war, leiht seine Schwarz-Weiss-Fotos für eine Dokumentation aus. Infos

Sigmar Polke, Menschenmenge, 1969, Rasterbild
Foto: Kunstmuseum Bonn
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