Freizeit Tipps fürs Ruhrgebiet: Ausstellungen, Kunst, Kunsttermine 2010 im Ruhrgebiet:

 

Ausstellung: "Sternstunden - Wunder des Sonnensystems" vom 02.04.2009 - verlängert bis 30.12.2010 im Gasometer Oberhausen
Seit Jahrtausenden betrachten die Menschen das Himmelsgewölbe um zu erfahren, wie die Bewegung der Sterne mit ihrem Schicksal verbunden ist.
Die Ausstellung „Sternstunden“ nimmt ihre Besucher mit auf eine Reise in den Kosmos. Sie zeigt unser Sonnensystem als gewaltigen Prozess des Werdens und Vergehens. Spektakuläre Nachbildungen des Planetensystems, außergewöhnliche Bilder der Sonne, der Planeten und ihrer Monde, kostbare historische Instrumente sowie die modernste Technologie der Weltraumforschung führen uns anschaulich das Drama der Geburt und der Entwicklung unseres Sonnensystems vor Augen - bis zu seinem Ende. Die Ausstellung "Sternstunden" verbindet naturwissenschaftliche, kulturgeschichtliche und künstlerische Sichtweisen und spricht dadurch das Denken und die Sinne gleichermaßen an. Sie bietet neue Erkenntnisse und ästhetischen Genuss.
Die kosmischen Dimensionen spiegeln sich dabei in der einzigartigen Größe der Ausstellungshalle: dem Gasometer Oberhausen. Unterhalb der ehemaligen Gasdruckscheibe beginnt die Ausstellung mit einer raumgreifenden Inszenierung: Die Sonne und ihre Planeten schweben dort wie auf einer Scheibe in einem 68 Meter weiten Raum. Großformatige Bilder, entstanden auf den neuesten amerikanischen und europäischen Weltraummissionen, zeigen unser Sonnensystem, seine Entwicklung und seine wunderbare Vielgestalt. Infos


Planetensystem und Exponate
auf der unteren Ausstellungsebene
Ausstellungen: Starke Orte vom 06.03. - Dez. 2010 an ungewöhnlichen Orten im Ruhrgebiet
16 Künstlervereinigungen der Metropole Ruhr erarbeiten für ihre insgesamt dreizehn „Starken Orte“ ungewöhnliche künstlerische Interventionen, Installationen und Performances. Neben der Öffnung der Orte ist eine weitere Wirkung des Projekts, dass sich die Künstlervereinigungen der Metropole Ruhr nun gegenseitig einladen und über lokale Grenzen hinaus als Netzwerk aktiv werden.
Die Reise durch zwölf ungewöhnliche Orte beginnt im März im Luftschutzbunker Sodingen in Herne und endet im Dezember 2010 an einer Mauer in Dortmund.

Weitere Orte in: Bottrop, Duisburg, Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Witten, Lünen und Unna. Infos


Bochum (Turbinenhalle) / Foto: Engels & Krämer GmbH
Ausstellung: Die Union Brauerei und das Dortmunder U vom 24.04. - 31.12.2010 im Brauerei Museum in Dortmund
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Union die innerstädtische Konkurrenz überflügelt, in den 1920er Jahren stieg das Unternehmen dann zur größten Brauerei Westdeutschlands auf. 30 Jahre später zählte die Union zu den führenden Brauereien Europas. Eine Voraussetzung dieser Expansion war die Errichtung des Gär- und Lagerkeller-Hochhauses, seinerzeit der größte und modernste Industriebau in der deutschen Brauwirtschaft. Die Geschichte dieses "U-Turmes", der in diesem Jahr als neues Zentrum für Kunst und Kreativität eröffnet wird, und der Brauerei, die mit ihm groß wurde, illustriert die Sonderschau anhand zahlreicher Exponate und historischer Fotoaufnahmen. Infos
Ausstellung: Lichthofprojekte vom 24.04.2010 - 15.04.2011 im K21 Ständehaus in Düsseldorf
Der Lichthof im Eingangsbereich des Ständehauses ist mit seiner bewegten politischen Geschichte und seinen vielfältigen architektonischen Bezügen eine besondere Chance für jeden künstlerischen Beitrag. Hier werden in Zukunft alle zwei Jahre ortsspezifische künstlerische Installationen entwickelt. Sie vermitteln den Besuchern schon beim Eintritt den musealen Charakter des Ständehauses. 
Als Erste in dieser Reihe wurde die polnische Bildhauerin Monika Sosnowska (*1972) eingeladen. Die Künstlerin ist für ihre ausgefallenen künstlerischen Interventionen bekannt. Sie erlangte spätestens seit ihrem spektakulären Auftritt bei der Biennale von Venedig 2007 internationale Aufmerksamkeit. Damals stellte sie ihre Stahlarchitektur „1:1“ in den polnischen Pavillon ein.Monika Sosnowska arbeitet mit Räumen. Sie versucht deren Besonderheiten, deren Stil, ja deren Psychologie zu ergründen. Mit eigenen Formen kommentiert, modifiziert und konterkariert sie den vorhandenen Raum. Es gelingt ihr Atmosphären zu schaffen, die dem Zusammenspiel von Räumen und Emotionen auf den Grund gehen. Infos

Monika Sosnowska, Hand Rail, 2006, Farbiger Stahl, Foksal Gallery Foundation, Warschau, © Monika Sosnowska
Ausstellung: "Japanische Naturdarstellungen" vom 22.05.2010 - 16.01.2011  in der Langen Foundation in Neuss
Die Ausstellungsbeschreibung zu »Japanische Naturdarstellungen aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen« ist noch in Vorbereitung.

Kommen Sie einfach in die Ausstellung und sehen Sie sich Rollbilder an, die im Dialog mit zahlreichen kunstvoll hergestellten zauberhaften Gegenständen gezeigt werden, die in Deutschland noch nie ausgestellt wurden. Infos

Ausstellung: Fotografien des 19. Jahrhundert aus Japan und China im Kölner Museum Ludwig vom 11.06.2010 - 09.01.2011
Nach der Präsentation einer Auswahl von Spitzenwerken der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts zeigt das Museum Ludwig nun einen neuen Ausschnitt aus seiner umfangreichen fotografischen Sammlung: japanische und chinesische Bilder des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Robert Lebeck. Zu den Exponaten zählt zum Bespiel das Reisealbum des Bremers Julius Menke. Der Kaufmann hat seine Erlebnisse und Erfahrungen im China der 1860er Jahre von Fotografen festhalten lassen und stellte daraus einen Bilderatlas zusammen. Weiterhin werden Werke der europäischen Pioniere Felice Beato und John Thomson sowie der frühen japanischen Fotografen Hikoma Ueno und Kimbei Kusakabe gezeigt. Hinzu kommen kostbar aufgemachte Reisealben, in denen die Fotografien für den Verkauf präsentiert wurden. Die westlichen Interessen an Japan und China waren im 19. Jahrhundert nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern auch von der Neugier an exotischen Lebenswelten geprägt. Früh gelangte das technische Wissen zur Herstellung von Fotografien auch in die fernen Länder Asiens, in denen schnell eine umfassende Bildproduktion für den Export entstand. In kostbaren Reisealben mit reich verzierten Lackdeckeln präsentierte man die Fotografien für den Verkauf. Die Touristen konnten sich diese Alben teilweise aus einer riesigen Auswahl von Bildern selbst zusammenstellen. Die Werke dokumentieren die Inszenierung der fremden Kulturen und die Sichtweisen und Darstellungen, die die dortigen Fotografen für den Export vorgesehen hatten. Umfang und Qualität dieser Bildproduktion beweisen den enormen Erfolg dieser Verkaufsstrategien. Infos


Atelier Beato, Sumo-Ringer/Sumo wrestlers, um 1890
Ausstellung: Auf breiten Schultern - 750 Jahre Knappschaft vom 01.07.2010 - 20.03.2011 im Bergbaumuseum in Bochum 
Die Ausstellung präsentiert die ununterbrochene Geschichte der Bergbau-Knappschaft über 750 Jahre hinweg in zahlreichen hochrangigen Originalexponaten und Dokumenten von 66 auswärtigen Leihgebern und aus Eigenbeständen des DBM: Bergarbeit war stets gefährlich und gesundheitlich belastend. Seit dem Mittelalter gibt es deshalb die Solidarorganisation der Bergleute. In den Anfängen bestand sie als auch religiös geprägte Bruderschaft, in der Reformationszeit wurde die Bindung an die Kirche gelöst, schon im 18. Jahrhundert begann die Wandlung von einer Unterstützungskasse zu einer Versicherung mit Leitungsansprüchen der Mitglieder. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung bietet einen Rundgang durch die Sozialgeschichte des Bergbaus von den Knappen und Bergherren des Mittelalters bis zur von Mitbestimmung geprägten Knappschaft des Industriezeitalters. Infos
Ausstellung: Kopfüber Herzwärts - eine interaktive Schau des Grazer Kindermuseums vom 04.07. - 30.12.2010 in der DASA in Dortmund
Eine ungewöhnliche Entdeckungsreise in und um den Körper verspricht die neue Mitmachausstellung für Kinder ab 5 Jahren. Pustend in die Lunge reisen, kriechend die Verdauung erforschen und steppend den Herzschlag wahrnehmen: "Kopfüber Herzwärts" lädt zu vielerlei Selbsterfahrungen ein. Die Ausstellung setzt auf eine Vielzahl von Elementen, die die Reaktionsfähigkeit, das Gleichgewicht, die Beweglichkeit, die Schnelligkeit und wilde Kräfte herausfordern. Die Ausstellung gibt Antworten auf Fragen wie "Weshalb bekomme ich Seitenstechen, wenn ich schnell laufe?" oder "Was passiert mit dem Essen, nachdem ich es geschluckt habe?". Kinder werden dazu angeregt, mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich zu fragen, womit sie sich wohlfühlen. Infos
Ausstellung: Natur wird Kunst vom 24.08.2010 - 02.01.2011 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Die Staudengärtnerei Arends Maubach in Wuppertal- Ronsdorf ist eine der ältesten in Deutschland. Ihr Gründer Georg Arends (1863-1952) hinterließ der Nachwelt etwa 350 neue Züchtungen und darüber hinaus ein riesiges Archiv an Pflanzenzeichnungen und vor allem Fotografien auf Glasplatten. Diese Sammlung ruht, von der Öffentlichkeit kaum beachtet, bis heute im Archiv der Gärtnerei. Die über tausend Fotoglasplatten entstanden in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Das Von der Heydt-Museum hat jetzt aus diesem großartigen Fundus neue Abzüge erstellen lassen, die das Zentrum der Ausstellung "Natur wird Kunst - Georg Arends" bilden.
 
In der Geschichte der Pflanzendarstellungen stehen Naturwissenschaft und Kunst sehr nahe beieinander. Für den Botaniker entscheidend war seit der Antike die genaue Abbildung der Pflanze – ein Bereich, in dem eine naturalistische Darstellungsweise besonders wichtig ist. Seit der Entwicklung der Fotografie in der Mitte des
19. Jahrhunderts fand deshalb gerade dieses Medium
wegen seiner Präzision und "Unbestechlichkeit“ eine weite Verbreitung und löste die Zeichnung teilweise ab. Dies bedeutete eine Weiterentwicklung in der Darstellung der Botanik, die sich so besonders schön in den Bildern der Staudengärtnerei Georg Arends ablesen lässt.
Infos

Photoplatte
Ausstellung: Bewegte Strukturen vom 05.09.2010 - 27.02.2011 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm
Die Sammlung des Museums, eine der umfangreichsten Informelsammlungen in Westfalen, repräsentiert die wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung der Nachkriegszeit in Deutschland. Die Kunst des Informel, das heißt die Hinwendung zu einer spontanen gestisch-abstrakten Malerei, entwickelte sich in Deutschland zu Beginn der 1950er Jahre unter dem Einfluss internationaler Kunstströmungen aus New York und Paris. Es bildeten sich zahlreiche Künstlervereinigungen, aus denen die Wegbereiter und Künstler des Informel hervor gingen. So ist die 1948 in Recklinghausen gegründete Gruppe“ junger westen“ mit Emil Schumacher, Thomas Grochowiak, Ernst Hermanns und Hans Werdehausen ebenso vertreten wie die Gruppe „Zen 49“ aus München, mit den Künstlern Willi Baumeister, Sonderborg, Fred Thieler, Fritz Winter u.a. Die legendere „Quadriga“, die das Deutsche Informel in Frankfurt einleitet, kann mit Werkbeispielen von Bernard Schultze, Otto Greis und Heinz Kreutz belegt werden. Daneben befinden sich mit Arbeiten von Gerhard Hoehme, Peter Brüning, Winfred Gaul und Karl Fred Dahmen auch Beispiele der Düsseldorfer Gruppe 53 in der Sammlung, die für den rheinischen Anteil des Informel stehen. Infos

© Foto: Gemälde von K.O. Götz, ohne Titel, 19.05.1954

Ausstellung: Joseph Beuys - Parallelprozesse vom 11.09.2010 - 16.01.2011 in der Kunstsammlung K20 in Düsseldorf
Im Rahmen der Quadriennale 2010: Mit der untrennbaren Einheit von künstlerischem Denken und Handeln ist Joseph Beuys (1921-1986) zu einer der charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts geworden. Sein facettenreiches Werk, das bis heute Einfluss auf die aktuelle Kunstproduktion hat, wird immer wieder unter den verschiedensten Aspekten präsentiert und diskutiert. Die Ausstellung verdeutlicht unter anderem mit zehn bedeutenden Rauminstallationen beziehungsweise großen skulpturalen Arbeiten den „Erweiterten Kunstbegriff" von Beuys. Politische und künstlerische Utopien verschmelzen hier zur Sicht auf die Gesellschaft als „Sozialer Plastik". Im Schmela Haus werden namhafte Künstlerinnen und Künstler während der Ausstellung zu Beuys sprechen. Infos


Joseph Beuys, The Pack (das Rudel), 1969, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Foto: Achim Kukulies

Ausstellung: Auswertung der Flugdaten - Kunst der 80er vom 11.09.2010 - 30.01.2011 im Ständehaus K21 in Düsseldorf
Im Rahmen der Quadriennale 2010: Die Ausstellung „Auswertung der Flugdaten“ wirft ein Schlaglicht auf die Kunst der 80er Jahre aus Düsseldorfer Perspektive. Es werden Arbeiten von zehn heute international bekannten Künstlern präsentiert, die aus dem Umfeld der Akademie in Düsseldorf stammen. Ergänzt wird diese Auswahl mit Arbeiten von sieben Künstlern aus anderen Ländern, die ähnliche Haltungen, Ziele und Arbeitsweisen haben. Zu sehen sind fast 70 teils vielteilige Skulpturen, Installationen und Fotografien unter anderem von Richard Deacon, Katharina Fritsch, Andreas Gursky, Reinhard Mucha, Thomas Schütte und Jeff Wall. Infos


Foto und © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, 2008
Ausstellung: Pierre Bonnard - Magier der Farbe vom 14.09.2010 - 30.01.2011 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
In der umfangreichen Sammlung französischer Kunst, die dem Von der Heydt-Museum von seinen Namensgebern August und Eduard von der Heydt geschenkt wurde, waren und sind nicht nur die großen Impressionisten Monet, Renoir, Degas, Cézanne vertreten, sondern auch Werke der nächsten Künstlergeneration, also von Paul Gauguin, Maurice Denis, Edouard Vuillard und Odilon Redon.
1977 konnte das Von der Heydt-Museum zu diesem Konvolut auch noch das große Bild „Das Esszimmer – La nappe blanche" von Pierre Bonnard erwerben. Dieses bedeutende Gemälde begeistert unsere Besucher schon allein durch seine ungewöhnliche Perspektive und seine außerordentlichen Farbstellungen, es wirft aber auch mancherlei Fragen auf. Deshalb wollen wir jetzt das gesamte Oeuvre des Ausnahme-Künstlers Pierre Bonnard einer eingehenden Betrachtung unterziehen. Infos

Bonnard: Paris CentrePom LaPlageMaree2
Ausstellung: Zeitraffer - Kunst aus fünf Jahrhunderten vom 14.09.2010 - 31.02.2011 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Joachim Patinirs „Landschaft mit Hl. Hieronymus (ca. 1515) ist das älteste, Tilo Baumgärtels „Der Sturm (2008) ist eines der jüngsten Werke der neuen Sammlungspräsentation. Mit 100 Meisterwerken aus dem Besitz des Von der Heydt-Museums stellt sie einen komprimierten Rundgang durch die Kunstgeschichte der vergangenen fünf Jahrhunderte dar.
 
Der Weg geht von der niederländischen Malerei über die deutsche Romantik, der Münchner Malerschule zu Bildern des Deutschrömers und Hans von Marées. Der Aufbruch in die Moderne ist mit den französischen Künstlern Corot, Courbet, Toulouse-Lautrec und Félix Vallotton nachzuverfolgen. Max Liebermann, Lovis Corinth und Edvard Munch stehen für die große Vielfalt des Kunstgeschehens in Deutschland nach der Jahrhundertwende. Max Beckmann, der eine zeitgemäße Form figurativer Malerei anstrebte, ist mit Werken aus den dreißiger und vierziger Jahren präsent; Kandinsky kam, wie zu sehen ist, von der figurativen zur gegenstandslosen Kunst.
 
Paul Klee hat in der Präsentation einen prominenten Platz, ebenso die grafischen Zyklen der beiden Gesellschaftskritiker Georg Grosz und Christoph Voll. Picasso, Schlemmer, Klapheck, Richter und Bacon sind illustre Namen der Nachkriegsmoderne. Mit Joseph Albers und Lucio Fontana zeigt „Zeitraffer zwei Künstler, die der modernen Abstraktion neue Impulse gaben.Infos

Munch: Mädchen

Ausstellung: Auf Leben und Tod - Der Mensch in Malerei und Fotografie im Kölner Wallraf-Richartz Museum vom 17.09.2010 - 09.01.2011
Helmut Newton & Ingres, Nan Goldin & François Boucher, Jürgen Klauke & Tizian, Paul McCarthy & Wilhelm Leibl oder Jack Pierson & Bartholomäus Bruyn, das sind nur fünf der zahlreichen ungewöhnlichen Dialoge, die das Wallraf im Herbst 2010 inszenieren wird. Herausragende Arbeiten der Teutloff Photo + Video Collection treffen auf ausgewählte Werke aus der Sammlung der Kölner Gemäldegalerie. Insgesamt stellt das Wallraf mehr als 80 Exponate aus der thematisch wie qualitativ beeindruckenden Kollektion von Lutz Teutloff (Foto- und Video-kunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts) rund 50 selten gezeigten Meisterwerken der eigenen Sammlung (europäische Malerei vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert) gegenüber. Im Fokus der Ausstellung stehen dabei Glanz und Elend der Gattung Mensch. Die gezeigten Menschenbilder pendeln zwischen den bestimmenden Polen Geburt und Tod, Glück und Leid sowie Zuversicht und Verzweiflung. Der direkte Vergleich zwischen Malerei und Fotografie zeigt, wie die alten Bild-, Kompositions- und Pathosformeln bis in die aktuelle Gegenwart fortdauern. Dies reicht bis zu den bewusst gewählten Zitaten in Fotografien von Künstlern wie Anna und Bernhard Blume oder Boris Mikhailov. Gleichzeitig fallen die formalen und inhaltlichen Traditionsbrüche ins Auge, die bestimmte Foto-Arbeiten der Sammlung Teutloff auf teils schockierende Weise kennzeichnen. Sie legen eine Spur zu existentiellen Themen wie „Körperbewusstsein“ oder „sexuelle Identität“, die in der alten Kunst nur selten dargestellt wurden. Infos

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Ausstellung: "Janosch - Panama und andere Welten" vom 26.09.2010 - 09.01.2011 in der Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen
Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zeigt mit Janosch einen der wichtigsten und beliebtesten Illustratoren und Geschichtenerzähler in Deutschland. In einer mit über 200 Arbeiten sehr umfangreichen Schau wird der Künstler in originalen Aquarellen, Gouachen, Entwurfszeichnungen und Radierungen vorgestellt. Wie sehr Bild und Geschichten miteinander verwoben sind, machen die Entwürfe deutlich. Sie eröffnen einen vertiefenden Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess des international renommierten Erzählers mit dem Zeichenstift.
Fernab von Panama existieren aber auch andere Welten in seinem Oeuvre, die bisher weniger bekannt sind. Als Kunstmuseum der besonderen Art legt die LUDWIGGALERIE auf diese Werke ein weiteres Augenmerk. Janosch thematisiert heftige die Kritik an der Institution Kirche und zeigt in überspitzten Darstellungen das Beziehungsgeflecht zwischen Mann und Frau. Die Ausstellung arbeitet an der Figur des Bären beispielhaft auf, wie sich gewisse Motive durch sein Werk ziehen und wie groß die Bandbreite einer solchen Figur zwischen Kinderbuchillustration und freier Grafik sein kann. Infos


© Janosch 
Ausstellung: Echnaton und Armana - Ägypten im neuen Licht vom 26.09.2010 - 30.01.2011 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm
Seit der Entdeckung der altägyptischen Hauptstadt Achetaton (heute: Tell-el-Amarna) fasziniert Pharao Echnaton (1374-1335 v. Chr.), der Gründer Amarnas und Stifter der ersten monotheistischen Religion.

Der Pharao wird als zehnter König der berühmten 18. Dynastie in Ägypten 1351 v. Chr. als Amenophis IV. in der Königsstadt Theben inthronisiert. Der junge Pharao leitet eine Revolution ein; er nennt sich fortan Echnaton („Strahl des Aton“). Er proklamiert Aton, die Sonnenscheibe, als einzigen Gott; die Geburt einer monotheistischen Religion wird greifbar. Aton offenbart sich durch das Licht und im Licht. Er durchdringt die Welt und spendet alles Leben. Für ihn errichtet der König neuartige Tempel: sie besitzen kein Kultbild, denn in ihnen wird Aton als Schein de Sonne unter freiem Himmel verehrt. Gemeinsam mit Aton bilden der König und die Große Königsgemahlin Nofretete eine göttliche Einheit – zugleich ein beliebtes Thema des neuen Kunststils.

Die Ausstellung versucht, der Vision und dem Anspruch der neuen Stadtgründung in Modellen und originalen Zeugnissen der Amarnazeit nachzuspüren. Sie wendet sich an ein breites Publikum mit Interesse an Ägypten, mediterraner Geschichte und Religion. Sie stellt eine erhebliche Erweiterung der 2008 in Köln gezeigten Amarna -Ausstellung dar. Der Zeitraum zwischen  den beiden Ausstellungen wurde intensiv genutzt, um die Ausstellung inhaltlich neu zu organisieren und durch weitere Exponate zu ergänzen. Infos

Foto eines Reliefs: Echnaton als Sphinx, Kalkstein, Hannover, Museum August Kestner, Inv. Nr. 1964.3 
Ausstellung: Ad Reinhardt - Letzte Bilder vom 26.09.2010 - 09.01.2011 im Quadrat in Bottrop 
Der Amerikaner Ad Reinhardt (1913 - 1967) war eine der geheimnisvollsten Figuren in der Malerei des 20. Jahrhunderts. Mit seinen so genannten 'schwarzen' Bildern, die er selbst als "die allerletzten Bilder, die letzten, die man irgend machen kann", beschrieb, besetzt er einen Extrempunkt, der die Kunst seitdem herausfordert. Die Faszination seiner Bilder liegt in der Spannung zwischen Sichtbarkeit und Verhüllung. Farbe und Form – als Konstituenten jeder Malerei – werden bis an die Grenze der Auflösung getrieben, ohne aber das Bild der Negation auszuliefern.

Reinhardt wird mit dieser Ausstellung im Josef Albers Museum nun nach 25 Jahren wieder in Europa vorgestellt. Sein Werk, das in Europa nur mit wenigen Beispielen öffentlich präsent ist, wird damit auch für eine jüngere Generation von Kunstfreunden erstmals erfahrbar.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die Zeit von ca. 1950 bis zum Tod des Künstlers, seine reife Periode, in der er eine Bildkomposition erreicht, die sich zunehmend auf das Zusammenspiel chromatisch eng beieinander liegender Farben konzentriert. Leihgeber der Ausstellung sind u. a. das Museum of Modern Art, New York, das Whitney Museum of American Art, die Yale University Art Gallery, das Centre Pompidou, Paris, und die Tate Modern, London. Infos


Ad Reinhardt, Abstract Painting, 1961
Adolf-Luther-Stiftung, Krefeld © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Ausstellung: Schwarzes Revier - Der Fotograf Heinrich Hauser im Ruhr Museum vom 27.09.2010 - 16.02.2011 in Essen
Sonderausstellung und Neuveröffentlichung der klassischen Fotoreportage zum Ruhrgebiet

Hausers Fotoreportage "Schwarzes Revier", entstanden 1928 auf einer 6.000 Kilometer langen Autofahrt durchs Ruhrgebiet, liefert faszinierende Beobachtungen und ausdrucksvolle Bilder aus einer bis dahin kaum bekannten Region Deutschlands. Hausers Reportage zählt zu den frühen fotografischen Meisterwerken über das Ruhrgebiet.

Hausers Arbeiten werden - parallel zur großen Retrospektive "Alles wieder anders. Fotografien aus der Zeit des Strukturwandels" - in der neusachlichen Architektur der Kohlenwäsche präsentiert, die zeitgleich mit Hausers Reisebericht entstanden ist und dadurch interessante Bezüge liefert. Infos


© Heinrich Hauser

Ausstellung: Alles wieder anders - Fotografien aus der Zeit des Strukturwandels im Ruhr Museum vom 27.09.2010 - 16.02.2011 in Essen
Das Ruhrgebiet hat in den letzten 40 Jahren einen rasanten Strukturwandel von einer ehemaligen Industrieregion zur modernen Dienstleistungs- und Kulturmetropole vollzogen.
Die Sonderausstellung des Ruhr Museums zeigt Bilder dieses Wandels - ca. 300 Fotografien aus den 1970er Jahren bis heute, überwiegend aus eigenen Beständen.
Zu besichtigen ist ein beeindruckendes Kaleidoskop der Region zu Themen wie Arbeit und Freizeit, Ökologie und Siedlungsformen im urbanen Großraum.
Die Ausstellung wurde von dem Wiener Architekten Bernhard Denkinger gestaltet und im Hatje Cantz Verlag erscheint ein 448 Seiten starker Ausstellungskatalog mit 449 Abbildungen. Infos


© Rudi Meisel

Ausstellung: „Dichter, die malen - Maler, die dichten“ vom 16.10. - 23.12.2010 im Kunstmuseum in Gelsenkirchen
„Dichter, die malen - Maler, die dichten“, so nennt der Rimbaud Verlag Aachen eines seiner Ausstellungs- und
Leseprogramme, in das auch Heinz-Albert Heindrichs eingebunden ist. An verschiedenen Orten werden Autoren vorgestellt, die sowohl als Dichter wie als Maler oder Musiker bekannt sind, so etwa Ernst Meister und Karl Otto Goetz. „Heinz-Albert Heindrichs“, schreibt der Verlag, „hat eine seltene faszinierende Begabung, er ist Synästhetiker: seine Sinne arbeiten auf einzigartige Weise zusammen, sie lassen ihn Musik als Farbe sehen und zugleich in Worte fassen. Geordnet nach Themen, aber auch nach raffinierten Zahlenplänen, ergeben die zwölf Rimbaud-Bände ein Gesamtkunstwerk. … Es ist an der Zeit, dass die Doppelbegabung, die Heindrichs mit Autoren wie Goethe oder E.T.A. Hoffmann teilt, qualitativ erkannt wird.“ Infos


Zeichnung: „No-tation“ von Heinz-Albert Heindrichs, 1982, Buchtitelblatt: 25,5 x 21,0 cm
Ausstellung: Eberhard Linke - Menschenbilder vom 17.10.2010 - 13.02.2011 in der DASA in Dortmund
21 Arbeiten des Bildhauers Eberhard Linke (* 1937) zeigt die DASA-Galerie. Unter dem Titel "Menschenbilder" beschäftigt sich der Künstler mit dem Menschen in seinen existentiellen, sozialen, politischen und geistigen Grenzen. Linke hat wie kaum ein anderer die Kunst im öffentlichen Raum in Dortmund geprägt. Der Gauklerbrunnen entstand 1982 im Stadtgarten anlässlich des 1.100-jährigen Stadtjubiläums. Das Skulpturenensemble auf dem Platz zwischen den Justizgebäuden gehört ebenfalls zum Stadtbild. Erstmalig ist in Dortmund nun eine Werkschau zu sehen Infos

Skulptur "Gauklerkopf", 1980, Eberhard Linke
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